FOLGE 63: Lebensstile 2040, Teil 3: Zwischen Dilemma-Management, virtual reality und Rebellion
Shownotes
In der dritten Folge unserer Reihe zu den "Lebensstilen 2040", die vom ITZ (www.zukunftpassiert.de)) ausgearbeitet wurden, beschäftigen sich Mirja und Eike mit den Lebensentwürfen der jungen Menschen. Die Krisen der vergangenen Jahre (Klima, Digitalisierung, Corona, Ukraine, Inflation, Rechtsdrift, Iran) haben das Leben der jungen Menschen maßgeblich beeinflusst.
Traditionelle Erwartungen an Jugend und Adoleszenz in einer offenen Welt, wie sie für ältere Lebensstilgruppen prägend waren, Selbstverwirklichung, Rebellion und das Ausbilden eigener Werte, erscheinen seit Mitte der 2020er Jahren mehr denn je in Frage gestellt. Im Gespräch der beiden Zukunftsforscher:innen wird deutlich: "SIM-so-reals", "Boomerang Kids" und die "Generation Lost" suchen nach jeweils sehr eigenen, krisenadaptierten Wegen der Identitätsbildung.
Immer mehr Faszination entsteht beispielsweise in der digitalen Welt (als Gegenentwurf und Escaperoom zur "analogen" Multikrise), das Errwachsensein wird mitunter aufgeschoben, was zu neuen Beziehungs-Arrangements mit Eltern und Mitwelt führt. Trotzdem bleibt gesellschaftliches Engagement ein wichtiges Wertefundament der Jungen. Allerdings findet Identitätsbildung in den kommenden Jahren stärker zwischen Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung statt.
Die Studie "Lebensstile 2040" erscheint in diesem Jahr in der Reihe "Megatrends und Transformations-Management" bei Springer/nature.
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