FOLGE 57: Was kommt 2026? Europa muss an seiner Identität festhalten
Shownotes
Mirja, Eike und Klaus, die drei von der Trendtankstelle, ergründen das Gefühl der "politischen Müdigkeit" am Ende dieses Jahres. Liegt es daran, dass der Traum von einer bruchlosen Umsetzung des Green Deals an Friedrich Merz' Populismus zu zerschellen droht? Oder sind es die Wahlen im kommenden Jahr (u.a. auch in Frankreich und Ungarn), die schlechte Laune machen? Auf jeden Fall braucht es endlich eine Politik, die den Menschen so etwas wie eine Vision oder eine Real-Utopie vermittelt. Ohne Licht am Horizont lässt sich keine Zukunftsfähigkeit herstellen. Und es gibt einen Weg dorthin. 2026 muss sich die EU mehr denn je auf ihre Identität besinnen. Und das heißt, der Weg der Dekarbonisierung muss konsequent weiter fortgesetzt werden. Die Alleinstellungsmerkmale Europas (Spitzenqualität, Innovationsfähigkeit, Lebensqualität, Demokratie) müssen sich im Systemwettbewerb mit China und den USA behaupten. Für Zukunftsfähigkeit arbeiten wir seit 10 Jahren ohnehin. Und wir haben unseren MBA-Studiengang "Future Management" überarbeitet und noch konsequenter auf "Future Literacy" ausgerichtet. Auch am Ende des trüben Jahres 2025 gibt es Anlass zu vorbehaltlichem Optimismus: Europa ist bei den Klimazielen bis 2030 weitgehend auf Kurs. Der "Durchbruch des Jahres 2025", gekürt vom Wissenschaftsmagazin "Science": Seit 2025 produzieren wir weltweit mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Kohle!
Links
Teresa Ribera: Europe must be a rulemaker, not a rule taker. In: Financial Times, 27. November 2025. https://www.ft.com/content/a7ef36e6-7288-4e12-b80a-085acd6a722f
Reale Utopien: Wege aus dem Kapitalismus, Suhrkamp 2017.
Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: Zerstörungs-Lust. Elemente des demokratischen Faschismus, Suhrkamp 2025.
Hannah Ritchie: Not the End of the World: The Sunday Times bestseller that will make you rethink everything you thought you knew about climate, Vintage 2024.
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