FOLGE 18: Wo stehen wir beim Thema Ernährung?

Shownotes

Mirja, Klaus und Eike sind nach wie vor schockiert von der Gesamtsituation. Und die hat natürlich mit der Ukraine zu tun. Schon einmal, zu Beginn der 1930er Jahre, wurden in Russland und der Ukraine Politik mit Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen. Der sogenannte Holodomor, ukrainisch für Hungerkrieg, war eine von Stalin bewusste erzeugte Hungersnot im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft. Deprimierend ist, dass auch das in Putins Krieg eine Rolle spielt.

Wenn Landwirtschaft und Ernährung schon so politisiert werden, so eine der Leitfragen dieser Folge, wie sehen dann die Aussichten aus, dass eine nachhaltige Wende in der Landwirtschaft eintritt? Wir reden über die großangelegte Reform der europäischen Landwirtschaft im Zuge des Green Deal und bemängeln, dass viele Instrumente wie beispielsweise die Mehrwertsteuer bei den Reformbemühungen hierzulande immer noch nicht zum Tragen kommen.

Natürlich können wir bei der Diskussion über die Landwirtschaft der Zukunft die Fleischfrage nicht unberührt lassen. Ist es realistisch, über Peak Meat und Peak Milk zu reden? Klar, dass wir auf mittlere Sicht keine Gesellschaft der Veganer:innen und Vegetarier:innen werden. Gleichzeitig liegen die klimaschädlichen Auswirkungen einer Landwirtschaft, die in hohem Maße eine Fleischwirtschaft ist, auf der Hand. Oder gehört es zu einer wesensreichen Kultur der Zukunft, dass Menschen mit ihren Haustieren zusammenleben und der Mensch am Ende seine Mitbewohner trotzdem lustvoll aufisst, wie Philosophen gerade diskutieren?

Wir kommen nicht darum herum, dass wir uns vom Fleischparadigma verabschieden müssen und Landwirtschaft anders anpacken müssen. Würden wir so weitermachen wie bisher, würden uns das in Deutschland jährlich 90 Milliarden Euro kosten - und der Planet würde endgültig gegen die Wand fahren.

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